Montag, 4. März 2013
Händeschütteln ja oder nein?
veronikascholz, 16:53h
Ich traf mich zu einem beruflichen Gespräch mit hier lebenden muslimischen Gesprächspartnern. Als ich einem der männlichen Personen die Hand entgegenstreckte, nahm er diese nicht an und erklärte, dass dies bei ihnen nicht üblich sei. Da ich perplex war, sagte ich nichts dazu. Später aber merkte ich, dass meine Toleranz hier an Grenzen stieß. Bei uns gilt das Verweigern des Händeschüttelns als grobe Unhöflichkeit. Dort scheint es religiös oder kulturell bedingt nicht erwünscht. Wie sollen wir damit umgehen? Ich glaube, dass wir nicht umhin kommen, für solche Situationen Lösungen zu finden, die für beide Seiten einen respektvollen Umgang miteinander ermöglichen. Was meint ihr?
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Lerngeschenk 1
veronikascholz, 13:44h
Seit ein paar Jahren leitet sie ein Team von ca. 10 Personen. Jede Menge Lerngelegenheiten erwarteten sie auf der neuen Stelle. Nur die Lernbegleitung oder Lernunterstützung fehlte. Sie wollte eine "gute Chefin" sein, eine, die Mitbestimmung zulässt und Enscheidungen mit dem Team zusammen fällt. Eine, die Fachfrauen einstellt, die hoch Kompetent sind, ohne die Sorge zu kultivieren, dass jemand besser sein könnte als sie selbst. Sie stellte also eine Freundin an, die sie für fachlich hoch kompetent hielt. Die Beziehung zwischen der neuen Mitarbeiterin und der neuen Chefin war vor der Einstellung eher asymmetrisch. Die Chefin hatte sich gelegentlich Rat geholt. Das führte sich in der Arbeitsbeziehung fort. Aus heutiger Sicht waren die Schwierigkeiten vorhersagbar: Die anderen Teammitglieder spürten sofort die spezielle Rolle der neuen Mitarbeiterin und begegneten ihr und auch der Chefin mit Misstrauen. Die neue Mitarbeiterin wurde immer übergriffiger. Sie versuchte ihre Chefin zu dominieren indem sie ihre Entscheidungen nicht akzeptierte und ihr Inkompetenz vorwarf. Die Chefin war verzweifelt. Und musste sich ihre Fehler eingestehen. Leider war es zu spät, diese zu korrigieren. Als die Chefin endlich klar benannt hatte, unter welchen Bedingungen eine Weiterarbeit möglich sein würde (was das Ergebnis eines langen Reflexionsprozesses war), kam es zur Auflösung des Arbeitsvertrags, weil die Mitarbeiterin die Bedingungen nicht akzeptierte. Was hat die Chefin gelernt? 1. Mach immer VORHER die Bedingungen der Zusammenarbeit klar. ". 2. Stelle niemanden ein, mit dem du privat befreundet bist. Du kompromittierst dich und die betreffende Person. 3. Fachliche Kompetenz reicht nicht aus (banal), 4. Zur sozialen Kompetenz gehört auch, dass ein Mitarbeiter mit der betreffenden Chefin auskommen kann. Mal sehen, wie es weiter geht, Lerngeschenk 2 ließ nicht lange auf sich warten. Fortsetzung folgt.
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